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Qualitätsleitbild

2.1 Schulführung

2.1.1 Führungsstil / Leadership

2.1.1.1 Die Schulleitung pflegt einen partizipativen Führungsstil. Sie bezieht interessierte Gruppen innerhalb der Schule in Entscheidungsprozesse ein und schafft Bedingungen, die die Übernahme von Verantwortung ermöglichen.

2.1.1.2 Die Kommunikation zwischen der Schulleitung, den Lehrpersonen und den übri-gen Mitarbeitenden der Schule ist geprägt durch Höflichkeit, Verlässlichkeit und Vertrauen. Konflikte werden offen angesprochen und sachbezogen gelöst.

2.1.2 Entscheidungsprozesse

2.1.2.1 Entscheidungen werden eingehalten, von den Mitarbeitenden konsequent umge-setzt und regelmässig evaluiert.

2.1.2.2 Entscheidungen und Entscheidungsprozesse sind transparent, der Situation an-gepasst und werden nach Möglichkeit an den Ort des Handlungsvollzugs delegiert.

2.1.3 Konferenz- und Sitzungsleitung

2.1.3.1 Besprechungen und Konferenzen werden von der Schulleitung oder der verant-wortlichen Person vorbereitet, effizient durchgeführt und dokumentiert.

2.1.4 Personalentwicklung

2.1.4.1 Die Berufsfachschule verfügt in den Bereichen Personalgewinnung, -entwicklung und -bindung sowie Personaltrennung über konzeptionelle Grundlagen.

2.1.4.2 Es gibt ein Konzept zur Durchführung von Mitarbeitendengesprächen (Leistungs-beurteilungsgespräche), das darauf ausgerichtet ist, individuelles Leistungs- und Entwick-lungspotenzial der in der Schule tätigen Personen zu erfassen und zu fördern. Die dabei angewandten Instrumente und Kriterien sind für alle Beteiligten transparent.

2.2.1 Formalisierte Informations- und Kommunikationsprozesse

2.2.1.1 Es bestehen interne Informations-, Kommunikations- und Kooperationsgefässe und -mittel, welche die Zusammenarbeit unter den Lehrpersonen ermöglichen und erleich-tern und die effizient genutzt werden.

2.2.1.2 Die Berufsfachschule verfügt über ein Konzept zur Information der externen Aus-bildungspartner sowie zur Kooperation in denjenigen Bereichen, in denen die Ausbildungs-verantwortung gemeinsam wahrgenommen wird.

2.2.1.3 Die Informationsmaterialien der Berufsfachschule sind für eine transparente In-formation der Lernenden und der interessierten Öffentlichkeit geeignet.

2.2.1.4 Es besteht an der Berufsfachschule ein benutzerfreundliches Informations- und Auskunftssystem.

2.2.2 Institutionalisierte Zusammenarbeit unter den Lehrpersonen

2.2.2.1 Die Berufsfachschule verfügt über Regeln, die das Zusammenleben in der Schul-gemeinschaft erleichtern.

2.2.2.2 Es finden Absprachen zwischen den verschiedenen Ausbildungspartnern und den Fachbereichen statt, in welchen einerseits organisatorische und stofflich-inhaltliche Absprachen getroffen und andererseits pädagogisch-didaktische Themen besprochen werden.

2.2.2.3 Für spezielle Arbeitsvorhaben der Berufsfachschule werden Arbeitsgruppen zur projektartigen Bearbeitung gebildet.

2.2.3 Pensenverteilung und Stundenplanung

2.2.3.1 Die Kriterien und das Verfahren zur Pensenverteilung und zur Gestaltung der Stundenpläne sind transparent.

2.2.3.2 Die Kriterien zur Pensen-, Fächer- und Lektionenverteilung beruhen auf den ak-tuellen rechtlichen Grundlagen (Berufsbildungsgesetz, Verordnungen und Reglemente).

2.2.3.3 Zusätzliche Pensen zur Förderung der Lernenden werden von der Schulleitung bewilligt.

2.2.3.4 Entlastungen für spezifische ausserunterrichtliche Tätigkeiten sind transparent und werden bei der Stundenplanung berücksichtigt.

2.2.4 Schuladministration

2.2.4.1 Es sind organisatorische Massnahmen getroffen worden, welche das zielgemäs-se und ökonomische Funktionieren des Schulbetriebes sicherstellen:

• Es gibt einen Raumbelegungsplan, der sicherstellt, dass die verfügbaren Räume op-timal genutzt werden.
• Es wird sichergestellt, dass Eintritte von Lernenden erfasst und Mutationen nachge-führt werden und bei Bedarf abrufbereit zur Verfügung stehen.
• Die Regelungen für die Absenzen der Lernenden stellen das korrekte Erfassen sowie die rechtzeitige Information der Lehrpersonen sicher.
• Das Bescheinigungswesen ist zuverlässig, termingerecht und zeitsparend organisiert.
• Für die Handhabung von Lehrmitteln, Verbrauchsmaterialien und Dokumenten sind geeignete Verfahren festgelegt.
• Routineabläufe werden durch geeignete, benutzerfreundliche Formulare vereinfacht.

2.2.4.2 Immer wiederkehrende Arbeitsabläufe sind langfristig und systematisch geregelt. Die entsprechenden Abläufe sind benutzerfreundlich beschrieben und für alle Beteiligten transpa-rent.

2.2.4.3 Die verfügbare Sekretariatsleistung wird bedarfsgerecht eingesetzt. Sie wird für die Unterstützung des Schulbetriebes effizient genutzt.

2.2.4.4 Die technische Ausstattung der Verwaltung entspricht den Anforderungen an eine effiziente Büroorganisation.

2.2.4.5 Die Lehrpersonen unterstützen die Aufgabenerfüllung der Verwaltung.

2.3.1 Gemeinsame pädagogische Orientierung

2.3.1.1 Die pädagogischen Grundfragen werden bei Bedarf im Kollegium und in den Fach-schaften erörtert.

2.3.1.2 Zu den wichtigen pädagogischen Themen werden geeignete Massnahmen getroffen, welche regelmässig überprüft werden.

2.3.2 Identifikation mit der Schule

2.3.2.1 Das Gefühl der Zugehörigkeit zur Berufsfachschule und der Zusammenarbeit im Kollegium werden durch geeignete Anlässe gefördert.

2.3.2.2 Es werden gesamtschulisch organisierte Projekte durchgeführt, in denen die Zu-sammenarbeit unter den Lehrpersonen und die klassenübergreifende Kommunikation unter den Lernenden gefördert werden.

2.3.3 Persönliches Wohlbefinden / Umgang mit Belastungen

2.3.3.1 Die Mitarbeitenden fühlen sich wohl an der Berufsfachschule. Das Verhältnis von Belastung und Befriedigung, die mit der Arbeit an der Schule verbunden sind, wird als sinnvoll erlebt.

2.3.3.2 Probleme und Schwierigkeiten aus dem Schulalltag können offen in die kollegialen Gespräche eingebracht und mit der Schulleitung diskutiert werden.

2.3.3.3 Im Kollegium gibt es einen respektvollen und sensiblen Umgang mit Vertraulichkei-ten. Es gibt eine sinnvolle Balance von persönlicher Anteilnahme einerseits und Respekt vor der Privatsphäre andererseits.

2.3.4 Kommunikationskultur

2.3.4.1 Die Kommunikation im Kollegium ist offen, tolerant und verständnisvoll. Persönliche Wertschätzung und Anerkennung werden im Kollegium offen zum Ausdruck gebracht. Es wird ein transparenter Umgang mit den im Kollegium vorhandenen heterogenen Ansprüchen und unterschiedlichen Interessen gepflegt.

2.3.4.2 Einzelne Mitarbeitende können ihre Stärken und individuellen Ressourcen einbrin-gen, und diese werden konstruktiv für die Berufsfachschule als Ganzes genutzt.

2.3.4.3 Bei kollegialen Diskussionen und schulischen Entscheidungen steht die sachlich beste Lösung im Vordergrund.

2.3.5 Öffnung nach aussen / Pflege der Aussenkontakte

2.3.5.1 Die Berufsfachschule pflegt Kontakte zu Partnerschulen, Weiterbildungsinstitutionen und Berufsverbänden, um Erfahrungen auszutauschen, um Ressourcen gemeinsam zu nut-zen und um Anstösse für die eigene Weiterentwicklung zu erhalten.

2.3.5.2 Die Berufsfachschule pflegt einen regelmässigen Kontakt mit den Lehrbetrieben so-wie den zubringenden und den weiterführenden Bildungsinstitutionen, um Rückmeldungen über den Lernerfolg zu erhalten.

2.3.5.3 Die Berufsfachschule bemüht sich, lokale Ereignisse, Persönlichkeiten usw. ins Schulleben einzubeziehen.

2.3.6 Einbezug der Lernenden

2.3.6.1 An unserer Berufsfachschule werden die Lernenden gefördert und gefordert.

2.3.6.2 Die Berufsfachschule stellt ein Angebot an schulischen Anlässen zur Verfügung, die eine Kontaktaufnahme der Lernenden untereinander und mit den Lehrpersonen fördern und die das Zusammengehörigkeitsgefühl unterstützen.

2.3.6.3 Die Regeln, die an der Berufsfachschule gelten, sind den Lernenden bekannt.

2.3.6.4 Den Lernenden an der Berufsfachschule stehen Feedback-Kanäle, die den Kontakt zu den Lehrpersonen und der Schulleitung ermöglichen, offen.

3.1 Lehr- und Lernarrangement

3.1.1 Unterrichtsinhalte

3.1.1.1 Die im Unterricht vermittelten Inhalte entsprechen den inhaltlichen Zielen und Vorga-ben der Lehrpläne beziehungsweise den an der Schule geltenden inhaltlichen Vereinbarun-gen.

3.1.1.2 Die ausgewählten Unterrichtsinhalte entsprechen dem aktuellen Stand der Wissen-schaft.

3.1.1.3 Der Lernortkooperation und der Verknüpfung der Fächer und deren Inhalte wird hin-reichend Beachtung geschenkt.

3.1.2 Unterrichtsplanung

3.1.2.1 Didaktische Planungen werden – im Sinne einer Grobplanung – über grössere Zeit-räume hinweg vorgenommen.

3.1.2.2 Die Freiräume, die der Lehrplan offen lässt, werden bewusst wahrgenommen und für Unterrichtsschwerpunkte genutzt.

3.1.2.3 Die Unterrichtsplanung und -gestaltung entspricht dem aktuellen Stand der pädago-gischen, psychologischen, didaktischen und methodischen Erkenntnisse.

3.1.3 Gestaltung der Lehr- und Lernprozesse (methodisch-didaktisches Arran-gement)

3.1.3.1 Die Lernenden erhalten Einsicht in die Ziele des Unterrichts.

3.1.3.2 Der Lehrperson gelingt es, komplexe Lernprozesse unter Berücksichtigung der Er-fahrung und des Vorwissens aufzubauen und schwierige Sachverhalte in einer lernendenge-rechten Sprache zu erläutern.

3.1.3.3 Die Lehrperson weckt das Interesse der Lernenden für die Unterrichtsthemen und sorgt für eine konzentrierte und engagierte Mitarbeit.

3.1.3.4 Der Mitarbeit und der Selbstständigkeit der Lernenden wird ein angemessener Platz eingeräumt.

3.1.3.5 Der Lehrperson gelingt es, die Selbstverantwortung der Lernenden für ihr eigenes Lernen bewusst zu machen und durch geeignete Massnahmen zu fördern.

3.1.3.6 Bei der Schulung von Fähigkeiten und Fertigkeiten wird dem zielorientierten, auf den individuellen Lernstand bezogenen Üben hinreichend Beachtung geschenkt.

3.1.3.7 Der Unterricht wird so gestaltet, dass die Lernenden die Möglichkeit haben, eine möglichst enge Verbindung von Theorie und Praxis beziehungsweise eigenen Erfahrungen herzustellen.

3.1.4 Förderung von Schlüsselqualifikationen

3.1.4.1 Die Lehrperson orientiert sich bei der Planung und Gestaltung des Unterrichts – ne-ben den Fachinhalten – auch an den sogenannten Schlüsselkompetenzen (Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenz). Die didaktisch-methodischen Arrangements sind so gewählt und gestaltet, dass die Lernenden im Hinblick auf diese Ziele bewusst gefördert werden.

3.1.4.2 Dem Aufbau einer bewussten Lernkompetenz wird ein angemessener Stellenwert eingeräumt.

3.1.4.3 Zur Förderung der Sozialkompetenz werden verschiedene Formen der Zusammen-arbeit gewählt.

3.1.5 Individuelle Förderung

3.1.5.1 Durch Individualisierungsmassnahmen versucht die Lehrperson auf die unterschied-lichen Lernvoraussetzungen der Lernenden einzugehen.

3.1.5.2 Die Berufsfachschule und die Lehrpersonen verfügen über ein differenziertes Verhal-tens- und Massnahmenrepertoire, um Lernenden, die Lernschwierigkeiten haben, wirksame Hilfe anzubieten und um bestehende Lerndefizite gezielt angehen zu können.

3.2.1 Beziehung zwischen Lehrpersonen und Lernenden

3.2.1.1 Der Umgang der Lehrpersonen mit den Lernenden stimmt mit den von der Berufs-fachschule postulierten Werten überein und ist geprägt durch eine positive Erwartungshal-tung.

3.2.1.2 Die Lehrperson pflegt einen persönlichen, wertschätzenden und respektvollen Um-gang.

3.2.1.3 Die Lehrperson nimmt sich bei Bedarf auch ausserhalb des Unterrichts Zeit, um auf die Anliegen und Probleme der Lernenden einzugehen.

3.2.1.4 Die Lehrperson bemüht sich darum, bei Konflikten mit den Lernenden die Ursache zu ergründen.

3.2.1.5 Die Lehrperson bemüht sich in ihrem Verhalten und Handeln, als fair wahrgenommen zu werden.

3.2.2 Klassenführung

3.2.2.1 Die Führung der Klasse basiert auf Anerkennung, Ermutigung und konstruktiver Kri-tik. Erwünschtes Verhalten der Lernenden wird positiv verstärkt.

3.2.2.2 Die Lehrperson überblickt die Klasse, damit die eingesetzten Unterrichtsformen rea-lisiert werden können.

3.2.2.3 Es bestehen Regelungen, die einen funktionsfähigen Unterrichtsbetrieb ermöglichen.

3.2.2.4 Das Verhalten der Lehrperson fördert die Disziplin und die Selbstständigkeit der Ler-nenden.

3.2.2.5 Die Lehrperson achtet darauf, dass in der Klasse keine Ausgrenzungen vorkommen.

3.2.3 Beziehungen zwischen den Lernenden

3.2.3.1 Unter den Lernenden herrscht ein Klima der Offenheit, der gegenseitigen Unterstüt-zung und des respektvollen Umgangs.

3.2.3.2 Probleme werden im Unterricht aufgegriffen und mit produktiven Kommunikations-prozessen gelöst.

3.2.3.3 Der Unterricht findet in einer angstfreien Atmosphäre statt, in der sich die Lernenden offen zu äussern wagen.

3.3.1 Prüfungs- und Beurteilungskonzept

3.3.1.1 Es gibt an unserer Schule bezüglich wichtiger Fragen der Leistungsbeurteilung Qua-litätsstandards. Die Einhaltung der entsprechenden Qualitätsstandards wird periodisch von der Schulleitung und der Fachvorsteherin oder dem Fachvorsteher überprüft.

3.3.2 Funktion der Leistungsbeurteilung im Lehr-/Lernprozess

3.3.2.1 Pro Semester werden mindestens drei zeugnisrelevante Leistungskontrollen durch-geführt, die einen differenzierten Einblick in die Fähigkeiten der Lernenden geben und die si-cherstellen, dass sich die Lernenden in angemessenen Abständen ein Bild über den eigenen Lernerfolg machen können.

3.3.2.2 Die Leistungskontrollen werden spätesten nach zwei Wochen korrigiert und bewer-tet zurückgegeben und mit den Lernenden besprochen.

3.3.2.3 Bei Bedarf wird den Lernenden die Möglichkeit geboten, den individuellen Leistungs-stand im betreffenden Lernbereich zu verbessern. Die Schule stellt nötigenfalls ein Förderan-gebot zur Verfügung.

3.3.2.4 Die Leistungsbeurteilungen werden im Portal den Berufsbildungsverantwortlichen spätestens nach der Prüfungsbesprechung mitgeteilt. Bei Schwierigkeiten mit den Leistungen nimmt die Klassenlehrperson Kontakt mit dem Berufsbildungsverantwortlichen auf.

3.3.3 Prüfungsgestaltung

3.3.3.1 Die Prüfungsdokumente werden gemäss Layout der Schule formatiert.

3.3.3.2 Bei den Prüfungsaufgaben wird auf ein ausgewogenes Verhältnis von Gedächtnis-leistung, Verstehensleistung und kreativen Transferleistungen sowie von prozess- und pro-duktorientierten Beurteilungen geachtet.

3.3.3.3 Die Lehrperson legt Wert auf einen geordneten Prüfungsablauf und eine ruhige Prü-fungsatmosphäre.

3.3.3.4 Den Lernenden sind vor der Prüfung die Lernziele bekannt, an denen sich die Prü-fung orientiert.

3.3.4 Notengebung

3.3.4.1 Die Leistungsbeurteilung und die Notengebung sind für die Lernenden transparent. Die Lernenden kennen die Beurteilungskriterien und den Benotungsmassstab, den die Lehr-person verwendet hat; sie können damit die Beurteilung beziehungsweise die Notengebung nachvollziehen.

3.3.4.2 Grundsätzlich wird die DBK-Formel ([erreichte Punktzahl : maximale Punktzahl] * 5 + 1) angewendet. Den Lernenden sind die Punktzahl pro Aufgabe und die Gesamtpunktzahl bekannt.

3.3.4.3 Die Klassenlehrperson organisiert Ende Semester eine Notenbesprechung mit den unterrichtenden Lehrpersonen und nimmt wenn nötig mit dem Berufsbildungsverantwortlichen Kontakt auf.

4.1 Zufriedenheit der Leistungsempfangenden

4.1.1 Konzeptionelle Grundlagen und Vereinbarungen

4.1.1.1 An der Berufsfachschule herrscht Klarheit über die verschiedenen Anspruchsgrup-pen sowie über deren unterschiedliche Interessen und Erwartungen gegenüber den schuli-schen Angeboten.

4.1.1.2 Die Berufsfachschule misst und reflektiert periodisch ihren Erfolg: einerseits nach den von den Lernenden erbrachten Leistungen sowie andererseits nach der Zufriedenheit der verschiedenen Anspruchsgruppen mit den von der Schule erbrachten Leistungen.

4.1.1.3 An der Berufsfachschule findet eine kritische Auseinandersetzung mit den Wider-sprüchlichkeiten von „Kundenzufriedenheit“ und Bildungsauftrag statt.

4.1.2 Erfassung der Zufriedenheit der verschiedenen Anspruchsgruppen

4.1.2.1 Die Zufriedenheit der Leistungsempfangenden und der verschiedenen Anspruchs-gruppen wird regelmässig und systematisch erhoben, wobei für die verschiedenen Perso-nengruppen angemessene Verfahren und Instrumente eingesetzt werden.

4.1.2.2 Es gibt an der Berufsfachschule niederschwellige Beschwerdeverfahren, die sicher-stellen, dass Unzufriedenheitsäusserungen rechtzeitig vorgebracht werden können.

4.1.2.3 Beschwerden vonseiten der Leistungsempfangenden und der verschiedenen An-spruchsgruppen werden als Anregung zur Optimierung der Angebote genutzt.

4.1.3 Bilanz

4.1.3.1 Die Leistungsempfangenden und die verschiedenen Anspruchsgruppen sind mit den Lernangeboten der Berufsfachschule zufrieden.

4.1.3.2 Durch geeignete Verfahren und Massnahmen wird sichergestellt, dass die Daten der Befragungen unvoreingenommen analysiert und als Anstösse für Optimierungen genutzt werden.

4.1.3.3 Die Ergebnisse der Zufriedenheitsbefragungen werden dokumentiert und den jewei-ligen Lehrpersonen sowie der Schulleitung in geeigneter Form zugänglich gemacht.

4.2.1 Konzeptionelle Grundlagen und Vereinbarungen

4.2.1.1 Die Berufsfachschule sorgt mit geeigneten Massnahmen für eine ganzheitliche Ler-nendenbeurteilung.

4.2.2 Erfassung der Lern- und Sozialisationsergebnisse

4.2.2.1 Die Lernergebnisse werden in regelmässigen Abständen mit geeigneten Instrumen-ten und Verfahren gemessen und beurteilt. Dabei wird nicht nur der kurzfristig verfügbare Kenntnisgewinn beurteilt, sondern auch die längerfristige Verfügbarkeit von Grundfähigkeiten und Erkenntnissen.

4.2.2.2 Bei der Erfassung der Lernergebnisse werden neben den fachbezogenen Schulleis-tungen im engeren Sinne auch die Förderung der Schlüsselqualifikationen (Sozial-, Metho-den- und Selbstkompetenz) und der Lerninteressen berücksichtigt.

4.2.2.3 Die Berufsfachschule vergleicht ihre Lernergebnisse mit denen von anderen Berufs-fachschulen.

4.2.3 Bilanz

4.2.3.1 Der überwiegende Teil der Lernenden erfüllt die gesetzten Anforderungen.

4.2.3.2 Die Berufsfachschule hat ein Konzept für den Umgang mit ungenügenden Lerner-gebnissen.

4.2.3.3 Es gibt an der Berufsfachschule festgelegte Verfahren zur Aufzeichnung von Ergeb-nissen der Leistungsmessung. Diese Aufzeichnungen ermöglichen es, die Lernergebnisse über längere Zeiträume zu vergleichen.

4.3.1 Schulinterner Promotionserfolg

4.3.1.1 An der Berufsfachschule sind Verfahren zur Erfassung der Lernendenvorausset-zungen vorhanden, welche es ermöglichen, aussagekräftige Schulerfolgsprognosen zu ma-chen und die Lernenden rechtzeitig zu erfassen, die den Anforderungen des Bildungsganges nicht entsprechen.

4.3.1.2 Die Berufsfachschule verfügt über ein transparentes und rekursfähiges System von Remotion und Promotion.

4.3.1.3 Die Berufsfachschule verfügt über ein Informationssystem, welches die Lernenden rechtzeitig auf die gefährdeten Promotionen aufmerksam macht.

4.3.1.4 Der fehlende Schulerfolg von Absolventinnen und Absolventen wird zum Anlass ge-nommen, die Misserfolgsursachen auf der Seite der Lernenden und auf der Seite der Berufs-fachschule unvoreingenommen zu reflektieren und entsprechende Optimierungsmöglichkei-ten zu vereinbaren.

4.3.1.5 Die Berufsfachschule verfügt über ein Beratungs- und Unterstützungssystem, wel-ches den promotionsgefährdeten Absolventinnen und Absolventen hilft, die Lernschwierigkei-ten zu überwinden.

4.3.2 Übereinstimmung mit laufbahnrelevanten Anforderungen

4.3.2.1 Die Berufsfachschule verfügt über die notwendigen Informationen und Kontakte, welche die für den künftigen Schul- und Berufserfolg massgebenden Anforderungen der ab-nehmenden Institutionen in Erfahrung bringen.

4.3.2.2 Die Berufsfachschule hat eine pädagogische und didaktisch reflektierte Gewichtung der nachschulischen Anforderungen vorgenommen und den eigenen Lehrplan entsprechend ausgerichtet.

4.3.2.3 Es gelingt der Berufsfachschule, die für den weiteren Schul- und Berufserfolg mass-gebenden Inhalte und Qualifikationen so zu vermitteln, dass diese den künftigen Schul- und Berufsfeldern angemessen sind.

4.3.3 Erfolg in weiterführenden Schulen und in der beruflichen Laufbahn

4.3.3.1 Die Berufsfachschule setzt Instrumente zur Erhebung von Rückinformationen ein, die über den Erfolg ihrer ehemaligen Lernenden in weiterführenden Schulen und in der Be-rufslaufbahn Aufschluss geben.

4.3.3.2 Es lässt sich eine hohe Übereinstimmung zwischen dem internen Promotionserfolg und dem Erfolg in weiterführenden Schulen beziehungsweise in der nachfolgenden berufli-chen Laufbahn feststellen.

4.3.3.3 Rückmeldungen von ehemaligen Lernenden werden unvoreingenommen diskutiert und zum Anlass genommen, Optimierungsmassnahmen zu prüfen und gegebenenfalls um-zusetzen.